Wie erkenne ich eine Falschmeldung, bevor ich sie weiterleite? Und was steckt eigentlich hinter dem Algorithmus, der mir auf TikTok Video für Video vorschlägt? Mit genau diesen Fragen setzten sich unsere 9. Klassen im Rahmen des PIT-Projekts in diesem Schuljahr auseinander – und hatten dabei besonderen Besuch: Studierende der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (KU) aus dem Studiengang Journalistik kamen an unsere Schule und gestalteten gemeinsam mit unseren Schülerinnen und Schülern im Rahmen mehrerer Unterrichtsstunden einen Workshop rund um Journalismus und Künstliche Intelligenz.
Im Mittelpunkt stand zunächst ein Blick hinter die Kulissen der Medienlandschaft: Welche Zeitungs-Genres gibt es eigentlich – vom reißerischen Boulevardblatt bis zur bodenständigen Lokalzeitung – und wie unterscheiden sie sich in Sprache, Aufmachung und Absicht? In einer Gruppe erarbeiteten beispielsweise die Schülerinnen und Schüler in der Rolle einer Zeitungsredaktion gemeinsam die Titelseite einer fiktiven Zeitung samt Schlagzeilen. Darauf aufbauend ging es mitten hinein in die Lebenswelt der Jugendlichen: Gemeinsam wurde erarbeitet, woran man Fake News auf Social Media erkennt und wie die Algorithmen von TikTok & Co. eigentlich funktionieren – und damit auch, warum uns manche Inhalte ganz gezielt immer wieder angezeigt werden.
Entwickelt hatten die angehenden Journalistinnen und Journalisten ihre Workshops bereits im Sommersemester im Rahmen ihres Studiums. Dabei stellten sie sich die entscheidende Frage: Was macht eigentlich guten Journalismus aus – und warum ist er, gerade im Kampf gegen Fake News, ein so wichtiger Pfeiler unserer Demokratie? Ein Thema, das in unserer schnelllebigen, von Falschinformationen durchzogenen Medienwelt aktueller kaum sein könnte.
In den letzten Minuten der Veranstaltung hatten die Schülerinnen und Schüler außerdem die Möglichkeit, den Studierenden Fragen zu ihrem Studiengang zu stellen. Einige nutzten dies und zeigten reges Interesse – ein kleiner, aber wertvoller Impuls im Sinne der Berufsorientierung.
Wir danken der KU Eichstätt-Ingolstadt und der zuständigen Professorin, Frau Friederike Herrmann, herzlich für diese gelungene Zusammenarbeit und hoffen auf eine Fortsetzung im kommenden Schuljahr.
von Marlene Guppenberger und Marina Englmeier






