Werbung, Pubertät und Selbstbild – diesen Themen widmeten sich die Ethikgruppen 7ab (Frau Algermissen) sowie 7cd (Frau Nykiel) im Projekt „Pubertät verkauft sich gut“. Ausgangspunkt bildete die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler in der Pubertät sowie die Frage, wie Werbung gezielt Bedürfnisse, Gefühle und Unsicherheiten dieser Entwicklungsphase aufgreift und für Produkte nutzbar macht.
Zu Beginn wählten die Lernenden ein ihnen vertrautes Alltagsprodukt aus und entwickelten in Gruppen ein eigenes Werbekonzept. Dieses umfasste die Definition einer Zielgruppe, die Ausarbeitung einer Werbebotschaft sowie die Auseinandersetzung mit typischen Themen der Pubertät wie Identität, Selbstbewusstsein, Körperveränderungen oder sozialer Zugehörigkeit. Darauf aufbauend entstanden individuelle Werbeslogans und Werbestrategien, die in zweiminütigen Werbespots kreativ umgesetzt wurden. Der Unterricht war konsequent handlungs- und problemorientiert ausgerichtet und stärkte sowohl Medienkompetenz als auch kooperative Arbeitsformen.
Für die filmische Umsetzung nutzten die Schülerinnen und Schüler den schuleigenen Maker Space, der unter anderem mit iPad-Halterungen und technischer Unterstützung für die Videoproduktion ausgestattet ist. Die Ergebnisse wurden klassenübergreifend präsentiert und in einer strukturierten Feedbackphase reflektiert, wodurch gezielt unterschiedliche Perspektiven in die Auswertung einbezogen wurden.
Ein besonderer Mehrwert des Projekts ergab sich aus der engen Abstimmung zwischen uns als Fachkolleginnen. Die Lerngruppen wurden parallel begleitet, die Arbeitsergebnisse nach Abschluss der Projektphase gemeinsam gesichtet und einheitlich bewertet. Dies ermöglichte eine transparente und vergleichbare Leistungsbewertung sowie eine konsequente Weiterentwicklung des Unterrichtsvorhabens im Team.
Das Projekt verdeutlicht insgesamt, wie sich fachliche Inhalte, Lebensweltbezug und kreative Medienarbeit wirkungsvoll miteinander verbinden lassen. Die Schülerinnen und Schüler arbeiteten engagiert, eigenständig und reflektiert und entwickelten ein vertieftes Bewusstsein für die Wirkung von Werbung sowie deren Einfluss auf individuelle Wahrnehmung und gesellschaftliche Wertvorstellungen.
Abschließend möchten wir hervorheben, dass sich das Leitmotiv der Teamarbeit nicht nur in der Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler widerspiegelte, sondern ebenso in unserer eigenen Unterrichtspraxis als Fachkolleginnen sichtbar wurde. Wir sind überzeugt, dass sich pädagogische Werte und kooperative Haltungen besonders dann nachhaltig vermitteln lassen, wenn sie im schulischen Alltag nicht nur thematisiert, sondern auch vorgelebt werden.
Merle Nykiel und Raphaela Algermissen





